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Gemeinsames Projekt mit TU Berlin,,Modellhafte Erarbeitung regionaler und örtlicher Energiekonzepte unter den Gesichtspunkten von Naturschutz und Landschaftspflege" gestartet

23.06.2016

Im Rahmen seiner Vereinsarbeit hat der Verein festgestellt, dass die Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes nicht in Energie- bzw. Klimaschutzkonzepten, Machbarkeitsstudien u.ä. enthalten sind.  Die TU Berlin hat die Anregung des Vereins aufgegriffen und widmet sich dem Thema:

Obwohl der Umfang regenerativer Energien bislang nur einen relativ geringen Anteil des Gesamtenergiebedarfs in Deutschland deckt (ca. 13 % am Endenergieverbrauch), sind bereits z. T .erhebliche
Veränderungen im Landschaftsbild sowie Auswirkungen auf den Naturhaushalt festzustellen. Damit stellt sich die zentrale Frage, welche Konsequenzen für Natur, Landschaft und Gesellschaft mit einem sukzessiven Ausbau erneuerbarer Energien zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung verbunden sind. Aufgrund der Vielzahl an geförderten Energie- und Klimaschutzkonzepten und –aktivitäten, wie z. B. Projektskizzen, Machbarkeitsstudien, Potentialanalysen (bei sog. Bioenergiedörfern) und Einzelmaßnahmen, entstand die Überlegung, diese hinsichtlich der Berücksichtigung von Aspekten des Natur- und Landschaftsschutzes zu untersuchen. Stichprobenhafte Einzelfälle sowie konzeptionelle Überlegungen zur Zielstellung und Aufbau von Konzepten und Plänen zeigen diesbezüglich einen
eklatanten Mangel auf. So zielen viele kommunale Bemühungen zwar auf die Verringerung von
Umweltbelastungen sowie des Treibhauseffektes und die Verringerung des Ressourcenverbrauchs ab, die Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes fehlt jedoch weitgehend.

Das Forschungsvorhaben verfolgt daher das Ziel, 

  • einen Überblick über aktuelle Energie- und Klimaschutzaktivitäten und deren Relevanz für Natur und Landschaft zu geben,
  • praxisrelevante Möglichkeiten aufzuzeigen, wie negative Auswirkungen von Energie- und Klimaschutz-Maßnahmen auf Natur und Landschaft vermieden bzw. vermindert werden können.
  • einen bundesweit anwendbaren Leitfaden zur naturschutzfachlichen Qualifizierung von Energie-und Klimaschutzkonzepten und –aktivitäten zu erstellen.